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(c) 2000 John Petroff; 2007 Übersetzung Hans H. Knauf; 2007 edited by Tanja Detwiler |
A- Firmendaten liefern nützliche Informationen.
Alle in diesem Kapitel benutzten analytischen Werkzeuge benötigen und repräsentieren Daten, die weit über die bloßen Zahlen, auf denen sie basieren, hinausgehen. Insbesondere sind Verhältniszahlen (Ratios) nur relative und vergleichende Maße des Vermögens, der Verbindlichkeiten, des Eigenkapitals, des Nettoeinkommens, der Einnahmen und der Ausgaben eines Unternehmens. Sie werden berechnet, um die Leistungen einer Firma vorauszusehen, sowie zukünftige Gewinne, Risiken und zukünftiges Wachstum besser erkennen zu können. Um überhaupt Vorhersagen machen zu können, müssen diese Verhältniszahlen mit den Leistungen ähnlicher Unternehmen in der gleichen Industrie und möglichst mit Unternehmen der gleichen Größenordnung über eine gewisse Zeit hin verglichen werden. Die Finanzanalyse umfasst deshalb zwei Informationsgruppen: 1. Die Vermögensaufstellung des Unternehmens und 2. die Industriedaten, mit denen die Verhältniszahlen der Firma verglichen werden müssen.
Die Finanzanalyse muss Vorhersagen treffen, d. h. sie muss kurz- und langfristige Leistungsplanungen formulieren (z. B. die Gewinnvorhersage, die in Kapitel 13 Abschnitt E vorgestellt wird). Die Unternehmen arbeiten sehr oft und sehr eng mit Finanzanalysten zusammen und versorgen diese zusätzlich zu den öffentlich erhältlichen Finanzunterlagen und den Angaben, die in den Unterlagen der Securities and Exchange Commisson, SEC enthalten sind, mit weiteren Informationen, soweit diese keine vertraulichen Informationen über ihre Wettbewerber darstellen. Weitere Informationen lassen sich im Allgemeinen finden bei: Produktsortimenten und Regionen, Entwicklung neuer Produkte, Personalausbildung, Kapitalbudgetierung, Finanzplanung und Pro-forma-Berichten. Ein Finanzanalyst muss diese innerbetrieblichen Informationen suchen und nutzen. Andererseits muss man aber auch vorsichtig sein, denn diese Angaben sind zwingendermaßen voreingenommen: Die gemachten Angaben sind ungeprüft und es ist anzunehmen, dass die Geschäftsleitung nur solche Informationen herausgibt, die den Stand des Unternehmens nicht beeinträchtigen. Der Finanzanalyst muss seine eigenen Planungen erstellen zur Kontrolle der Pro-forma-Berichte, die von dem Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, und muss auch lernen, wie diese Planungen verbessert werden können, indem er sie durch Zuhilfenahme von Zwischenberichten (z. B. Vierteljahresberichten) aktualisiert.
Die Kreditanalysten der Banken und Versicherungsfirmen sind sehr oft nicht so spezialisiert wie die Finanzanalysten der Makler und Investitionsbanken. Die Darlehensberater und die Analysten der Kreditabteilungen verlangen üblicherweise sehr viele Einzelheiten und große Genauigkeit in den Finanzplanungen der Firmen, die einen Kredit beantragen. Diese Informationen sind sehr oft Teil eines Geschäftsplanes, der auch dem gesamten Finanzplan unterliegende Marketing- und Produktionsstrategien enthält, und das wiederum führt zu Verkaufsprojektionen und Materialbedarf, auf denen letztendlich der Kreditantrag beruht.
Wiederholungsfragen Q-5.1 bis Q-5.7.
Hausaufgaben R-5.1.
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