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© 2000 John Petroff; 2006 Übersetzung Hans H. Knauf |
Eine andere Art der Kapital Budgetierung ist die Kalkulation der gesamten Ertragsrate (Rendite), die von dem geplanten Projekt erwartet wird, sehen Sie dazu auch Kapitel 2 Abschnitt 2F-4b. Diese Art des Gewinns nennt man „Interne Rendite“ (internal rate of return = IRR). Es handelt sich hierbei um das gleiche Konzept wie bei der Verzinsung bis zur Fälligkeit von Anleihen. IRR ist der spezifische Diskontsatz bei dem die gesamten diskontierten Vorteile, den Originalausgaben gleich sind; in anderen Worten: NPV ist gleich Zero. Die interne Rendite vergleicht man dann mit der gewünschten Ertragsrate (RRR = required rate of return) für diese Investitionsart. Die gewünschte Ertragsrate ist die gleiche, wie der für den Gesamtwachstumswert benutzte Diskontsatz. Wenn die interne Rendite größer ist, als die gewünschte Rendite, kann eine positive Entscheidung gefällt werden.
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Beispiel einer internen Rendite Kalkulation: Für das Projekt der Anschaffung einer neuen Druckmaschine benutzen wir bei der Kalkulation der internen Rendite die Formeln der Tabellenkalkulationsprogramme. Dies ergibt einen Wert von 11%. Benutzen wir die Tabellenkalkulation für den Gesamtwachstumswert, um festzustellen, ob wir einen Zero Gesamtwachstumswert erhalten, so ergibt diese einen Zinssatz von -1.603. Das bedeutet, die interne Rendite ist zu niedrig (erinnern Sie sich an das umgekehrte Verhältnis von Zins und Wert). Wenn wir jetzt in dem Tabellenkalkulationsprogramm höhere Zinssätze einsetzen, so können wir bei einem Diskontzins von 11,384% das gewünschte Zero erreichen. Jetzt können wir bestätigen, dass 11,384 tatsächlich die interne Rendite ist: NPV = 47.000 x 0,897795 + 54.000 x 0,8060359 + 75.000 x 0,723655– 140.000 = 42.196,37 + 43.525,94 + 54.274,13 – 140.000 = -3.57 Bei einem Satz von 11,384% bleibt immer noch etwas übrig. Das sollte aber kein Problem sein, denn die Genauigkeit ist mehr als genug, soweit dies die Einschätzung der Ertragsrate betrifft. Um eine noch genauere interne Rendite zu erhalten, sollte man einen Finanzrechner benutzen. Selbst 11% sind aber immer noch akzeptierbar. Die Regel für die Berechnung der internen Rendite ist ein Projekt auszusuchen, bei welchem die interne Rendite höher ist als die gewünschte Rendite. 11% sind hier ganz klar höher als 10%. Auf der Basis der internen Rendite ist dieses Projekt also akzeptierbar. |
Gelegentlich gibt es Schwierigkeiten bei der Kalkulation der internen Rendite, wenn es in der Lebensdauer des Projektes mehr als einen Abfluss gibt, wie in Anhang 3 dieses Kapitels gezeigt wird. Dieses Problem wird weiterhin in Abschnitt G-4 dieses Kapitels untersucht und Methoden zur Lösung solcher Probleme werden in Kapitel 10 Abschnitt E diskutiert.
Wiederholungsfragen: Q-3G2.1 und Q- 3G2.2
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